September 18

Yoast SEO

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1. Was macht Yoast und was ist es überhaupt?

Findest Du die SEO kompliziert? Sie muss aber nicht unbedingt so sein! Man braucht keinen Fachexperten, um SEO richtig zu nutzen. Gerade hier kommt das Zusammenspiel von Yoast und WordPress zum Einsatz.

WordPress ist nämlich Open Source. Programmierer aus der ganzen Welt können deshalb Plugins kreieren und frei als eigene Produkte anbieten. Yoast SEO, vereinfacht als bloß Yoast bekannt, ist ein solches Plugin für WordPress, mit dem sich die SEO der eigenen Webseite festlegen lässt. Wie die Devise lautet, “SEO für Jedermann”, kann jeder mithilfe des Plugins die SEO einrichten, also sogar ein totaler Laie. Yoast setzt tatsächlich keine Programmierkenntnisse voraus und verwendet eine nutzerfreundliche Farbkodierung zur Betonung auftauchender Probleme, sodass man diese sofort merkt und ihnen schnellstmöglich begegnet.

In der WordPress-Gemeinschaft herrscht aber ein Mythos, der schon vorab als falsch zu entlarven ist: Die Verwendung des einen oder des anderen Plugins bringe mit sich automatisch eine Zunahme des Datenaufkommens. Die meisten SEO-Plugins tun aber das Gleiche: Sie ermöglichen die Verwaltung von Metabeschreibungen und/oder -titeln und weisen auf Möglichkeiten auf, die Inhalte zusätzlich zu optimieren. Der Wechsel von einem Plugin zum anderen ist an sich nicht besonders zielführend.

Stattdessen – der Spruch “Der Inhalt ist König“ („Content is king“) ist aktuell wahrer als jemals zuvor. Eine bloße neue Metabeschreibung kann nicht den Traffic mehrmals erhöhen. Auf der Webseite müssen die Nutzer Inhalte finden, die aus ihrer Sicht lesenswert sind oder einen gewissen Unterhaltungswert innehaben (oder auch beides – im Falle des sog. „Edutainment“).


2. Wie stelle ich Yoast SEO ein?

Damit Yoast wirklich die Suchmaschine optimiert, also das tut, was es auch begrifflich tun soll, muss man auf ein paar Einstellungen achten:

a) Bezüglich der Suchergebnisse

Bei “Zeige Beiträge in den Suchergebnissen” sowie “Zeige Seiten in den Suchergebnissen” sollte man definitiv “Ja” ankreuzen. In den Suchergebnissen haben im Gegenteil die Feeds nichts zu suchen, weil sie dem Nutzer keine wertvollen Inhalte liefern.

b) Fokus-Schlüsselwort

Oft macht der Nutzer einen gravierenden Fehler: Unter „Fokus-Schlüsselwort” gibt er nämlich den Begriff ein, mit dem er bei Google seinen Beitrag finden möchte. Dieses Wort dient vielmehr alleine zur Überprüfung der eigenen Texte darauf, ob der fragliche Begriff im Titel, Schnipsel und Text auftritt. Wenn das Wort in einem der drei Punkte fehlt, färbt Yoast den Beitrag rot.

c) Lesbarkeit

Rot werden auch Beiträge von Yoast gefärbt, die viele lange Sätze enthalten – dies stört nämlich die Lesbarkeit. Daher solltest Du jeden Satz, der auch nur ein bisschen vereinfacht werden könnte, entsprechend kürzen. Vertrau dabei Deinem Sprachgefühl, weil Dir Yoast in Sachen Sprache und Sprachstil nicht helfen kann.


3. Was ist der Unterschied zwischen Yoast Free und Yoast Premium?

Man hat aber eine Wahl – es gibt die kostenfreie Version von Yoast, „Yoast Free“, und daneben noch „Yoast Premium“, die eine monatlich zu zahlende Summe kostet. Im Folgenden gehe ich auf die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zwischen beiden Versionen ein.

a) Gemeinsame Funktionen

aa) Anpassung und Optimierung von Titel, Adresse (URL) und Metabeschreibung

bb) XML-Seitenbäume:

Diese helfen den Suchmaschinen dabei, die Seiten auf Deiner Webseite zu finden – sog. Indexing.

cc) die Möglichkeit, eine Vorschau der Webseite zu bekommen, die die Darstellung auf Suchmaschinen zeigt

dd) eine Auswertung der verwendeten Schlüsselwörter

ee) eine Kontrolluntersuchung der Lesbarkeit

Tipps für die Metabeschreibung

  • So lange wie nötig und so kurz wie möglich fassen: Gib dem Leser genug Informationen über Deinen Artikel, überfordere ihn aber auch nicht.
  • Benutze Schlüsselwörter: Zwar wird die Nutzung von Schlüsselwörtern in der Metabeschreibung die SEO-Ergebnisse Deiner Webseite nicht unmittelbar beeinflussen; dies würde aber dem User Bescheid geben, ob Dein Artikel tatsächlich seinen Suchwünschen entspricht.



b) Mehrwert von Yoast Premium

Zusätzlich zu den beiden Versionen immanenten Funktionen zeichnet sich die bezahlte Variante außerdem noch durch folgende Features aus:

aa) Möglichkeit der Vorschau auch für soziales Teilen

bb) Redirect Manager

Der Wechsel in der Verlagerung sowie das Löschen eines Posts oder einer Webseite geht stets mit einem gewissen Risiko einher – wenn ein Nutzer die alte URL besucht, bekommt er danach nämlich den berüchtigten 404-Fehler. Daher ist es wichtig, alte Adressen zu neuen temporären URLs umzuleiten. Dies wird mit dem der Premium-Version immanenten Redirect Manager möglich.

cc) Möglichkeit der gleichzeitigen Auslösung mehrerer Schlüsselwörter

Die Premium-Version ermöglicht das Hinzufügen von maximal 5 Schlüsselwörtern auf ein und derselben Webseite.

dd) Vorschläge für interne Links

Internes Verlinken dient dazu, die Inhalte im Rahmen derselben Webseite miteinander zu verknüpfen, was mit einem erheblichen SEO-Boost einhergeht. So sehen die Suchmaschinen leichter ein, welche Posts Deiner Webseite wichtiger sind und für welche ähnliche Posts sich die Users möglicherweise interessieren würden.

ee) 1-jährige Kundenbetreuung

24/7 E-Mail-Kundebetreuung für die ersten 365 Tage ab dem Erwerb des Plugins. Besonders nützlich für SEO-Anfänger, da einem durch eine intensive Kommunikation mit dem Betreuungsdienst schnell der Einstieg ins SEO gelingen würde.

ff) Keine Werbung mehr!

Es ist immer cool, wenn man sich die nervigen Pop-Ups und Banners ersparen kann.


c) Lohnt sich Yoast Premium?

Die ewige Frage bei einer Kaufentscheidung - Is it worth it?

Zwar ist der Kundenbetreuungsdienst für Anfänger im Bereich von SEO und WordPress besonders nützlich.

Allerdings kommen dann die mehrere Nachteile der Premium-Funktionen ins Spiel:

aa) Soziales Teilen sowie die Nutzung mehrerer Schlüsselwörter...

...stellen beide im Rahmen von Yoast SEO Premium nichts mehr als einen technischen Schnickschnack dar. Sogar ein Laie kann mit einer kurzen Recherche im Internet herausfinden, wie die Verlinkung auf Twitter oder Facebook aussehen würde. Die Möglichkeit, mehrere Schlüsselwörter gleichzeitig zu benutzen, besagt auch nicht viel über den Optimierungsgrad Deiner Webseite.

bb) Das interne Verlinken...

...funktioniert meistens nicht wie erwünscht oder gar nicht – wenn es um ein Page-Builder geht.

cc) Fazit

Der 89 US-Dollar (Nutzung mit allen Funktionen für 1 Jahr; nach dessen Ablauf musst du dir Premium erneut besorgen) ist Yoast SEO Premium sicher nicht wert. Die meisten nützlichen Features kriegt man gleichermaßen von kostenfreien Plugins. An dieser Stelle möchte ich insbesondere auf die Features hinweisen, die meines Erachtens keinen Kaufpreis rechtfertigen:

(a) Vorschau für die sozialen Netzwerke

Man muss nur die Bilder in einer passenden Größe hochladen: Für Facebook ist diese 1200 x 630, für Twitter 1024 x 512. Sobald man das richtige Format kennt, kann man das Bild ohne weiteres anhand der kostenlosen Version von Yoast SEO Premium hochladen. Brauchst Du dafür wirklich eine Vorschau?

(b) Gleichzeitige Nutzung mehrerer Schlüsselwörter

Diese Funktion von Yoast SEO wäre tatsächlich nützlich, wenn man aber auch anteilige Matches und nicht lediglich vollständige Übereinstimmungen für primäre und sekundäre Schlüsselwörter. Vollständige Matches helfen bei der Platzierung nämlich kaum.

(c) Die XML-Seitenbäume

Zugegebenermaßen sind XML-Seitenbäume von einigem Nutzen… falls Deine Webseite über tausende Pages verfügt, die nicht alle korrekt verlinkt sind. Wenn Du aber (wie die meisten) eine kleine bis mittelgroße Webseite betreibst, profitierst du von dieser Funktion des Yoast SEO Premium in keiner Weise. Ein schlecht gepflegter XML-Seitenbaum kann Dir sogar mehr Ärger bereiten, als wenn du auf diese Funktion komplett verzichten würdest – plötzlich weiß Google alles über die Kategorien, die Tags und die heimlich publizierten Testseiten, die Du bewusst nie verlinkt hast… Brauchst Du wirklich diese Komplexität in deinem SEO-Alltag?

(d) Orphaned Content Filter

Auf Papier klang diese Funktion eigentlich richtig interessant. Dieses Filter sollte Dir Posts sowie Pages zeigen, zu denen keine Verlinkungen führen (insoweit sind jene Pages und Posts “verwaist“).

In Wahrheit sind aber die Posts doch verlinkt – bloß aus meiner Index-Seite. Und dazu noch: diese sind eigentlich meine höchstrangigen Posts. Traffic ist also gar kein Problem, und die Optimierung durch eine solche Funktion brauche ich nicht! Es geht dabei nur noch um eine weitere Art und Weise, in der es Yoast SEO versucht, unverzichtbar und alternativlos zu erscheinen. Das Einzige, was Yoast dabei schafft, ist Dir zusätzliche Aufgaben aufzubürden.

Über den Autor

Nikola

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