März 31

OnPage SEO

SEO

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1. Was ist OnPage Optimierung?

Unter OnPage Optimierung versteht man vereinfacht gesagt die Optimierung aller unmittelbar auf der Webseite befindlichen Ranking-Faktoren.


2. Unterschied zu OffPage Optimierung

Im Gegensatz dazu geht es bei der OffPage Optimierung um die Optimierung all derjeniger Rankingfaktoren, die sich ausserhalb der Webseite abspielen. Das sind dann zum Beispiel Backlinks, die zur Webseite führen.


3. Bereiche/Faktoren bei der OnPage Optimierung

Eine genaue Strukturierung der einzelnen für die OnPage Optimierung relevanten Faktoren ist durchaus schwierig. Das liegt daran, dass sich manche Faktoren nicht genau einem Bereich zuordnen lassen. Dennoch soll nachfolgend versucht werden, die verschiedenen OnPage Faktoren in eine gewisse Struktur zu bringen.


3.1 Contentoptimierung

Im Zentrum der OnPage Optimierung liegt dabei die Contentoptimierung. Das umfasst zunächst einmal alles, was bestehende und neue Texte auf einer Webseite betrifft.

  • Keyword research
    Im Rahmen einer Keyword research wird zunächst einmal bestimmt, welche Keywords für ein Unternehmen / eine Seite relevant und wertvoll sind. In diesem Zusammenhang wird dann auch ermittelt, wie hoch die monatlichen Suchanfragen für ein bestimmtes infrage stehendes Keyword sind sowie die Schwierigkeit dieses in Google zu positionieren.
  • Suchintention für Keyword bestimmen
    Im Prozess der Keywordfindung sollte auch ermittelt werden, welche Suchinention sich hinter dem Keyword befindet. Bsp: Gibt jemand das Wort „SEO“ ein, sucht er dann nach der Dienstleistung SEO, einem Informationsartikel zum Thema SEO oder will wissen, was SEO abgekürzt bedeutet?
  • Textstrukturierung und Verständlichkeit
    Hat man ein oder mehrere Keywords ausgemacht oder bestehende Keyword analysiert, geht es an die Erstellung des Textes (bzw Optimierung des bestehenden Textes). Hierbei spielt die Struktur des Textes eine große Rolle. Der Text sollte nämlich ebenfalls auf das Nutzerbedürfnis zugeschnitten sein. Das hängt damit zusammen, dass für Google auch die Verweildauer eines Nutzers auf einer Seite eine Rolle spielt. Diese gibt Aufschluss darüber, ob ein Nutzer mit dem zugrundeliegenden Text etwas anfangen kann, also seine Suchintention befriedigt wird. Customer Experience ist also auch bei der OnPage Optimierung wichtig.
  • Textlänge
    Neben der Textstruktur nimmt auch die Textlänge eine wichtige Rolle ein. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ein Text von 1500 Wörtern best practice ist. Hiervon gibt es je nach Branche, Wettbewerb und Suchintention des targetierten keywords Abweichungen.
  • Keyworddichte
    Auch die Keyworddichte, also der Anteil des keywords im Text, hat ein Gewicht. Dabei sollte darauf geachtet werden, kein sogenanntes keyword stuffing zu betreiben, was auf Deutsch soviel wie das künstliche Hinzufügen des keywords in den Text bedeutet.
SEO Suchleiste (1)


3.2 Url-Optimierung

Die URL eines Textes sollte ebenfalls keyword optimiert werden. Abhängig davon, ob es sich um einen Service, Guide, Inforartikel usw handelt, kann das Keyword zusammen mit dem Standort des Angebots oder der Art des Contents mit in die URL aufgenommen werden. Dadurch erkennt Google, welche Art von Content auf der Seite behandelt wird. Dabei gilt es darauf zu achten, dass die Länge der url nicht zu lang wird.

Wenn man eine neue Webseite anlegt, ist es hier ratsam, sich bereits zu Beginn zu überlegen, wie man die URL Struktur für alle folgenden Unterseiten gestalten will. Sofern es um die Optimierung einer bestehenden Seite geht, muss man Vorsicht walten lassen, bestehende URLs einfach zu ändern, da dies grundsätzlich zu einem starken Trafficeinbruch führt. Durch die gezielte Setzung von 301-Weiterleitungen kann dies verhindert werden, indes besteht hier immer ein Restrisiko.


3.3 Rich snippets

Rich snippets sind zusätzliche Informationen zu einer Webseite, die direkt unter dem angezeigten Suchergebnis in der Google-Suche angezeigt werden. Klassisches Beispiel ist die Auslieferung einzelner Unterseiten einer Webseite oder das Anzeigen von Google-Sternen. Vor allem letzteres schlägt sich positiv auf die CTR (=Click-Through-Rate) einer Webseite aus, weil die Google-Sterne optisch hervorstechen und Vertrauen erzeugen. Dadurch klicken prozentual mehr Menschen auf die angezeigte Seite.


3.4 Bildoptimierung

  • Dateiname, Bildtitel und Beschreibung
    Die SEO Optimierung von Bildern ist deshalb notwendig und sinnvoll, weil es Google rein technisch noch nicht möglich ist, Bilder zu „lesen“. Bilder sollten so optimiert werden, dass sie auf das targetierte keyword ausgerichtet sind. Sowohl Dateiname als auch der Bildtitel und dessen Beschreibung können auf ein bestimmtey keyword optimiert werden. Dadurch erhält Google mehr Kontext darüber, um was es in dem Bild geht.
  • Alt-Tag
    Beim Alt-Tag (alternative Tag) handelt es sich um die alternative Bezeichnung von Bildern, die ebenfalls auf ein keyword optimiert werden kann.
  • GeoTags (Metainformation)
    GeoTags sind vor allem für lokal ansässige Unternehmen (aber nicht nur) sinnvoll und bedeutend, da sie ermöglichen, gewisse Metainformationen in ein Bild einzuspeisen. Neben der Einspeisung von keywords könnne nämlich ebenfalls Koordinaten (beispielsweise die eines Unternhemens) festgelegt werden. Wenn Google dann das entsprechende Bild ausliest, erhält es direkt die hier eingepflegten Daten angezeigt. Für das Setzen von GeoTags ist eine bestimmte Software notwendig.
  • Reduzierung Bildgröße
    Bei der Reduzierung des Dateigröße eines Bildes handelt es sich strenggenommen um eine Maßnahme zur Minimierung der Seitenladezeit. Deshalb wird sie weiter unten beim Punkt Reduzierung Dateigrößen behandelt.
  • Bildqualität / Einsatz hochwertiger Medien
    Neben diesen mehr technischen Optimierungen ist auch die Qualität eines Bildes oder Videos von Bedeutung. Hochwertige Darstellungen oder Infographiken, die einen Text sinnvoll unterstützen, sodass die Nutzererfahrung verbessert wird, schlagen sich ebenfalls positiv auf das Ranking eines Artikels dar und spielen somit eine Rolle in der OnPage Optimierung.


SEO Optimierung für kleine Unternehmen

3.5 Optimierung der Seitengeschwindigkeit

  • Reduzierung Dateigrößen von Bildern und Videos
    Ein wesentlicher Faktor für eine lange Seitenzeit sind zu große Bilder- oder Videodateien. Diese sollten komprimiert werden, was nichts anderes heißt, als deren Größe mithilfe von Komprimierungstools zu verkleinern.
  • Caching-Plugins
    Caching Plugins ermöglichen neben verschiedenen weiteren Funktionen im Wesentlichen eine Einsparung von Seitenladezeit, weil bestimmte Webseiteninformationen im Cache, dem Zwischenspeicher des Browsers gespeichert werden können. Die Optimierung des Caches kann auf verschiedene Weisen durchgeführt werden. Neben der Nutzung von Caching-Plugins für WordPress ist auch die manuelle Optimierung anhand der .htaccess-Datei möglich.
  • Reduzierung CSS und HTML
    Überflüssiger HTML-/CSS-Code oder Code, der sich in komprimierterer Form zusammenfassen lässt, beeinflusst ebenfalls die Seitengeschwindigkeit. Daher ist es hier nach Möglichkeit angebracht, diesen zu minimieren, um Seitenladezeit einzusparen.
  • Reduzierung Javascript / async javascript
    Javascript-Skripte übernehmen stellen inder Regel eine gewisse zusätzliche Funktionalität zur Verfügung. Sie werden vor allem fürs Tracking, Social Media Verknüpfungen o.Ä. verwendet. Häufig wird auf Webseiten überflüssiges Javascript genutzt, welches man Aussortieren und durch schlankere Files ersetzen kann. Daneben besteht die Möglichkeit eine Javascript-Files asynchron zu laden. Dadurch wird die Seitenladezeit für den Besucher weniger stark beeinträchtigt.


3.6 Mobile Optimierung

Da die Nutzung des Smartphones für Suchanfragen in Google monatlich zunimmt, ist es zunehmends wichtiger, dass die Webseite auch mobile optimiert ist. Das umfasst ein mobil responsives Design und vor allem eine Optimierung der mobilen Ladezeit. Letztes hängt damit zusammen, dass mobile Nutzer nachweislich „ungeduldiger“ als Desktopnutzer  sind, also nicht bereit sind, lange auf das Laden einer Webseite zu warten. Ist die mobile Ladezeit also langsam, entgehen der Webseite Nutzer, die lieber eine andere Seite aufrufen, die schneller lädt und Google wird die Seite weiter hinten platzieren.


3.7 Metatitel und Metabeschreibung

Beim Metatitel und der Metabeschreibung geht es um die Optimierung der Seiteninfos, die direkt in Google angezeigt werden. Hier gilt es darauf zu achten, dass dem Nutzer direkt klar wird, um welches Thema es auf der Seite geht. Dies hängt wiederum von der Suchintention hinter dem targetierten keyword ab. Best practice ist es, dass keyword so weit wie möglich nach vorne zu setzen – sowohl im Metatitel als auch in der Metabeschreibung. Dabei muss natürlich darauf geachtet werden, dass der angezeigte Text noch organisch ist und nicht gekünstelt wirkt.


3.8 Interne Links / Internal Linking

Bei der internen Linksetzung geht es vereinfacht gesagt um die Linkstruktur- und Stärke von Links, die von auf der Webseite befindlichen Artikeln auf andere auf der Webseite befindliche Artikel verweisen. Hier ist es wichtig, dass eine klare Struktur vorliegt, nach der interne Links gesetzt werden. Dies ermöglicht es Google einfacher die Seitenstruktur und Wichtigkeit einzelner Artikel zu erkennen sowie neue Seiten schneller ausfindig zu machen. Desweiteren spielt wohl auch die Anzahl interner Links in einem Artikel eine Rolle. Sowohl Anzahl, Linkstruktur als auch Stärke der einzelnen Links fungieren dann ähnlich wie Backlinks, indem sie link juice (Domainstärke) weitergeben.


3.9 Technische SEO

Bei der technischen SEO-Optimierung geht es vor allem (aber nicht nur) um die Gesundheit der Webseite ansich sowie der Bereinigung technischer Mankos. Allerdings überschneidet sich dieser Bereich auch mit der Optimierung der Seitenladegeschwindigkeit, da beispielsweise eine Komprimierung von Code (HTML, CSS, Javascript) immer auch eine Minimierung der Seitenladezeit zur Folge hat.

  • 404 errors / Weiterleitungsfehler
    Der 404 error wird einem Nutzer angezeigt, wenn eine angeklickte url nicht existiert. Der Webseitenbesucher wird also auf eine Seite ohne Inhalt weitergeleitet. Wie passiert sowas? In der Praxis passieren solche 404 errors vor allem dann, wenn eine ehemalige Seite entweder dauerhaft gelöscht oder aber auf eine andere url „verschoben wird“. Häufig existieren dann aber noch interne Verlinkungen auf genau diese (ehemalige) Seite.  

    Weiterleitungsfehler können also entstehen, wenn innerhalb der Webseite auf bestimmte Artikel weitergeleitet werden, die nicht mehr oder nicht mehr an der angezeigten Stelle existieren. Damit handelt es sich um „tote Links“, weil der Webseitenbesucher auf keine existierende Seite geleitet wird. Das beeinflusst die Nutzerfahrung des Seitenbesuchers negativ. Daher ist es wichtig eine Überprüfung von Weiterleitungsfehlern durchzuführen.
  • Canonical urls
    Canonical urls spielen eine Rolle, wenn es mehrere Artikel zu ähnlichen keywords auf einer Webseite gibt. Das passiert vor allem bei größeren Webseiten mit vielen Artikeln. Hier kommt es dann gelegentlich zu einem „Wettkampf“ einzelner Artikel um keywords. Verschiedene Artikel weisen dasselbe keyword auf und Google weiß nicht so recht, welchen Artikel es für das entsprechende keyword ranken soll. Mit Canonical urls zeigt man Google dann an, welcher Artikel als „Hauptartikel“ zu sehen ist.
  • XML Sitemap
    Die XML Sitemap gibt die URL-Struktur einer Webseite wieder und gibt an, welche Unterseiten auf einer Webseite existieren sowie in welchen Verzeichnissen sich diese befinden. Die XML Sitemap kann beispielsweise in der Google Search Console direkt bei Google eingereicht werden. Das sorgt dafür, dass die einzelnen Seiten schneller von Google indexiert werden und neu erstellte Artikel schneller ranken können.


Über den Autor

Stephan

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